Ein Appell an das Verantwortungsgefühl aller Österreicher

An alle Österreicher:

Bitte nehmen Sie an der Volksbefragung zum Thema „Wehrpflicht“ am 20. Jänner 2013 teil!

Die Wehr-/Zivildienstpflicht kommt uns allen zugute! Wenn man sich die demographische Entwicklung ansieht ist es äußerst unwahrscheinlich dass wir im Alter noch gut versorgt sein werden, wenn wir uns darauf verlassen müssen, dass Personen ein „freiwilliges soziales Jahr“ absolvieren. Unser Sozialsystem würde argen Schaden nehmen und wäre vermutlich nicht mehr aufrecht zu erhalten.
ÖSTERREICH BRAUCHT ZIVILDIENSTLEISTENDE!!!

Genauso sind auch Wehrpflichtige im Katastrophenschutz und anderen Bereichen unerlässlich.

Also bitte, egal, wiesehr manche Ihnen die Einführung des Berufsheeres und des freiwilligen sozialen Jahres schmackhaft machen wollen und an Ihre Bequemlichkeit appellieren wollen: Übernehmen Sie Verantwortung und denken Sie weiter! Die Wehrpflicht kommt uns allen zugute!
(Abgesehen davon, dass Zivildienst keineswegs ein verlorenes Jahr, sondern ein wichtiger Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung ist und auch Frauen zu empfehlen wäre).

Die Facebook-Seite des Oberösterreichischen Roten Kreuzes veröffentlichte neulich eine Stellungnahme des Bayerischen Roten Kreuzes zu dem immer wieder gebrachten Argument, die Abschaffung des Zivildienstes würde dem sozialen Sektor (hier dem Roten Kreuz) nicht schaden, weil es eh genug Freiwillige gäbe:

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Auch DI Johannes Bucher, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe Österreich schreibt im Editorial der Sonderausgabe der JUH-Zeitung „Die Johanniter – Das Magazin der Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich“:

„Es ist daher sehr wichtig, dass sich möglichst viele Österreicher an dieser Volksbefragung beteiligen. (…) Die Zivildiener erfüllen bei uns wesentliche Funktionen, nicht nur im Krankentransport und Rettungsdienst, sondern auch im Behindertentransport und in der Hauskrankenpflege. Viele unserer Dienstleistungen könnten wir ohne Zivildiener nicht oder nicht im erforderlichen Ausmaß oder der erforderlichen Qualität erbringen. (…) Ohne Zivildiener und ehrenamtliche ehemalige Zivildiener müssten Leistungen eingeschränkt oder aufgelassen werden.
Von vielen unserer (ehemaligen) Zivildiener hören wir, dass sie ohne der Verpflichtung zum Zivildienst nicht erfahren hätten, was soziale Arbeit ist und welche Freude man darin finden kann. Das zeigt auch die Tatsache, dass weit über 50 Prozent von ihnen uns noch Jahre weiter als Ehrenamtliche erhalten bleiben. Diese jungen Männer haben bei uns eine profunde Sanitäterausbildung und Erste-Hilfe-Wissen bekommen; sie haben auch gelernt, den ersten Schreck im Notfall rasch zu überwinden und zu helfen. Sie werden daher auch nach ihrem Zivildienst Leben retten oder Unfallfolgen minimieren.
Vor allem aber haben sie auch gelernt, wie schön und erfüllend soziale Arbeit sein kann und wie wichtig sie ist. Sie haben Lebenssituationen kennen gelernt, welche die meisten von ihnen vorher nicht kannten. Sie haben Teamgeist erlebt und Freunde gefunden. Wenn Solidarität, soziale Verantwortung und Gemeinschaft für sie teilweise vorher nur Worte waren, so sind daraus nachher Werte geworden. Werte für die es sich lohnt, sich einzusetzen. Genau darin liegt der enorme Wert des Zivildienstes für unsere Gesellschaft: In der ,sozialen Breitenausbildung‘.
Der Zivildienst ist in jeder Hinsicht ein Erfolgsmodell, warum sollten wir darauf verzichten? Im Alternativmodell ist eine Bezahlung in Höhe von brutto knapp 1400 Euro pro Monat vorgesehen. Wollen wir wirklich unserer Jugend vermitteln, dass alles im Leben kaufbar wäre, dass für alles im Leben bezahlt werden muss?
Selbst wenn das Alternativmodell tatsächlich kostenneutral wäre, selbst wenn sich tatsächlich dafür die geplanten 8000 Männer und Frauen finden würden, fehlt in diesem Modell doch das Entscheidende, nämlich die Breitenwirkung. (…) Viele (…) welche durch den Zivildienst dazu gebracht werden, kämen mit sozialer Arbeit nicht mehr in Kontakt und Österreich würde dadurch geistig und menschlich verarmen.
Viele vertreten – meiner Meinung nach zurecht – die Ansicht, im Heer sollten alle Bevölkerungsgruppen vertreten sein. Genauso sollten auch alle Bevölkerungsgruppen mit Krankheit, Not und Bedürftigkeit in unserem Land in Kontakt kommen und erkennen können, wie wichtig es ist, dort – auch ehrenamtlich – zu helfen. Nicht alles im Leben, was einen Wert hat, hat auch einen Preis.
Ihre Entscheidung ist wichtig, bitte nehmen Sie sich die Zeit, (…) sich ein Bild zu machen. Bitte nehmen Sie sich auch die Zeit, am 20. Jänner an der Volksbefragung teilzunehmen.“

DI Johannes Bucher, Präsident der Johanniter-Unfall-hilfe in Österreich im Editorial des Magazins „Die Johanniter. Das Magazin der Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich“. Sonderausgabe, S3. Hervorhebungen hinzugefügt.

Es kann nicht sein, dass in einer Zeit, in der Millionen, ja Milliarden für unnützere Dinge (zB „Gendering“) ausgegeben werden können, die wichtigen Aufgaben, die Heer und Zivildienstleistende erfüllen aus „Kostengründen“ einfach eingespart werden müssen! Unser Steuergeld sollte wirklich wichtigen Dingen zugute kommen – und dazu gehört die Wehrpflicht und der damit verbundene Zivildienst! Für den Sozialsektor sollten keine Kosten zu hoch sein. Das sollte jeder verantwortungsbewussten Regierungspartei eigentlich klar sein.

Bitte blicken Sie über den Tellerrand und denken Sie an die Zukunft!!

Am 20. Jänner also unbedingt:

JA zu Wehrpflicht und Zivildienst und damit auch zu Solidarität und Verantwortung

NEIN zu Berufsheer und freiwilligem sozialem Jahr und somit weiteren Einbußen und Abbau im Sozialbereich sowie der Förderung von Egoismus und Ellbogengesellschaft!

…weil WIR ALLE Österreich sind!
…weil WIR ALLE anpacken müssen!

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3 Kommentare

  1. Michael · · Antwort

    Hier muss ich dir leider Widersprechen.
    Nur weil man für ein Berufsheer ist, muss man nicht gegen ein verpflichtendes Sozialjahr sein.
    Warum nicht statt dieser wirklich nutzlosen Wehrpflicht, ein fixes verpflichtendes Sozialjahr für alle 18 Jährigen (also Männer und Frauen) einführen?
    Wer dann trotzdem zum Heer gehen will kann das ja tun aber unserem Sozialsystem würde sowas weitaus mehr nützen als das Festhalten an einem veralteten überteuerten System.

    Leider haben die Menschen aber genau für dieses System abgestimmt und somit dafür gesorgt das keine Reform und somit keine Besserung eintritt.
    Schade, doch nicht mehr zuändern.

    1. was du vorschlägst ist genau dasselbe was ich denke: verpflichtender zivildienst für männer und frauen, ersatzweise auch beim heer abzuleisten. Also genau dasselbe System wie wir jetzt haben, nur dass Frauen endlich auch mal Pflichten haben…

    2. das wäre im grunde dann aber dasselbe wie wir jetzt haben….nur dass man eben keinen zivildienstantrag einbringt sondern einen heeresantrag….da das aber eh nur eine pro forma sache ist und jeder die möglichkeit hat, zivildienst zu machen haben wir im grunde genau das.

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