Die am meisten verfolgte Religion der Welt – vom Leid der Christen im Nahen Osten

„Er (Ismael, Stammvater der Araber Anm.) wird ein wilder Mensch sein; seine Hand wider jedermann, und jedermanns Hand wider ihn.“
– 1. Mose 16,12 –

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„Wir werden ständig bedrängt,
aber wir ängstigen uns nicht;
uns ist bange,
aber wir verzagen nicht;
wir leiden Verfolgung,
aber wir sind nicht verlassen;
wir werden niedergeworfen,
aber wir kommen nicht um;
wir erleben zu jeder Zeit
das Sterben des Herrn Jesus am Leib,
damit auch das Leben Jesu
an unserem Leib sichtbar wird.“
– 2. Korinther 4,8-10 –

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„Alle aber auch, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden.“
– 2. Timotheus 3,12 –

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Dies soll nur ein kurzer Kommentar werden, kein eigenständiger Artikel. Bitte beachten Sie die Links zu den Organisationen FOREF und OpenDoors am Ende des Artikels und sehen Sie sich die Seiten an.

Ich möchte außerdem betonen, dass dieser Artikel sich keineswegs gegen den Islam als Religion wendet sondern lediglich die aus dem Islam hervorgegangenen Staatsformen und was in manchen Ländern aus dem Islam gemacht worden ist kritisch betrachtet, so wie es auch mit den politisch christlichen Staaten des Mittelalters und der frühen Neuzeit geschieht.

Kürzlich fand ich einen erschreckenden Artikel der renommierten NGO „Forum for Religious Freedom“ (FOREF) über die schlimme Situation von Christen in der muslimischen Welt. Religiöse Säuberungen, Zwangskonversionen, Verfolgung, Mord und selbst sexuelle Übergriffe seitens islamistischscher Gruppen stehen für Christen in islamisch dominierten Ländern oft an der Tagesordnung. Die arabische Welt scheint auch – oder vielleicht vor allem – nach der Revolution von Religionsfreiheit weiter entfernt zu sein als je zuvor. Statistisch gesehen richten sich 75% der religiösen Verfolgung weltweit gegen Christen.

Auch die Organisation „OpenDoors“, die sich mit der Bekämpfung und Aufdeckung von Christenverfolgung auf der ganzen Welt beschäftigt, bestätigt in ihrem Verfolgungsindex der 50 Staaten mit der stärksten Christenverfolgung, dass 38 dieser Staaten eindeutig muslimisch dominiert sind, der Rest ist kommunistisch, ehemals kommunistisch oder anders totalitär regiert. (Für eine genauere Beschreibung der Situation im jeweiligen Staat, klicken Sie bitte in der Liste auf den entsprechenden Staatsnamen).

In Ägypten wurde die Situation der christlichen (koptischen) Minderheit nach dem „arabischen Frühling“ schlimmer, als sie zuvor war. So finden regelmäßig Übergriffe gegen Christen statt, Kirchen werden überfallen und christliche Kinder werden entführt, um sie islamisch zu erziehen. So kommt es der Organisation OpenDoors zufolge in Ägypten nicht selten vor, dass christliche Mädchen entführt, islamisiert, vergewaltigt und dann zwangsverheiratet werden.
Ägypter, die vom Islam zum Christentum übertreten wollen, können dies nicht offiziell tun und erhalten nicht selten Morddrohungen seitens radikaler Muslime.

Obwohl Israel in der westlichen Wahrnehmung oft als intoleranter, rassistischer Aggressor gesehen wird, ist es bezeichnend, dass nicht Israel, sondern die palästinensischen Autonomiegebiete ihren Platz im Verfolgungsindex finden, und dass, wie im FOREF-Artikel erwähnt, im Gaza-Streifen Entführungen und Zwangskonversionen christlicher Kinder stattfinden. Außerdem werden Christen in den Autonomiegebieten gezwungen, eine spezielle religiöse Steuer an die Machthaber zu zahlen – eine Praxis, die stark an Schutzgelderpressung erinnert und die in der gesamten arabischen Welt (sofern Christen überhaupt toleriert werden) nicht unüblich ist.

Man sollte vielleicht die „Israel=böse-Palästina=Opfer“-These überdenken und gründlich zur Situation andersdenkender Menschen und Personen, die in der arabischen Welt einer anderen Religion als der Mehrheitsreligion angehören, vergleichend Nachforschungen anstellen. Die Qualität eines Landes definiert sich schließlich immer noch zu einem großen Teil daran, wie Minderheiten behandelt werden. Und was das betrifft, ist Israel sämtlichen arabischen Staaten exponenziell ein Vielfaches voraus!

In Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten wird der Besitz einer Bibel mit Gefängnis oder im schlimmsten Falle, sogar mit dem Tod bestraft. Christliche Mission wird stark verfolgt – gilt doch der Übertritt zum Christentum als eine der schlimmsten Sünden im Islam. Entsprechend brutal werden Konvertiten auch verfolgt. Zu Weihnachten 2011 wurden im Saudi-Reich  35 Christen wegen einem privaten Gebetstreffen verhaftet und in der Haft gefoltert.

Ein Kopte aus Ägypten sagte einmal bei einer Veranstaltung zu eben diesem Thema, Europa solle acht geben, wie weit es den einwandernden Muslimen entgegenkommt. Schließlich sei auch der Nahe Osten einst christlich gewesen und wurde dann (zum Teil gewaltsam) islamisiert. Natürlich ist diese Aussage überspitzt, wenn auch sicherlich durch persönliche Erlebnisse motiviert und man sollte zumindest darüber nachdenken und diesen Input nicht pauschal als „islamophob“ abtun.

OSZE Studien zufolge, wird alle 5 Minuten irgendwo auf der Welt ein Christ wegen seiner Religion ermordet. Ein großer Teil davon in der islamischen Welt. Diese Dinge dürfen nicht mehr heruntergespielt und verheimlicht werden, nur weil es politisch inkorrekt (und in vielen Staaten illegal) ist, den Islam oder die islamische Gesellschaftsordnung zu kritisieren. Es besteht dringender Aufklärungsbedarf!

Freilich ist der muslimischen Bevölkerung Religionsfreiheit zu geben (schließlich sind wir Europäer), und in Österreich ist dies auch bereits spätestens seit 1912 der Fall. Auch sollte die Situation der Christen im Nahen Osten nicht als Argument dafür verwendet werden, den Bau von Moscheen oder ähnlichem in Mitteleuropa zu verhindern, denn dann wären wir nur wenig besser. Dennoch müssen wir darauf achten, welche Art von Islam hier gelehrt wird. Für intoleranten, kämpferischen Islam und Hassprediger sollte in Europa kein Platz sein – friedliche, weltoffene und tolerante Muslime, die auch die Religionen Andersgläubiger respektieren – wie es im Islam ja auch sein sollte – sollten jedoch mit offenen Armen empfangen und unterstützt werden.

Aufschlussreiche Webseiten zum Thema Diskriminierung von Christen und anderen religiösen Minderheiten international mit mannigfaltigem Quellenmaterial und Neuigkeiten:

Forum Religionsfreiheit Europa (Homepage)
Forum Religionsfreiheit Europa (Weblog)
OpenDoors International
OpenDoors Deutschland

Außerdem findet sich ein interessanter Artikel im Weblog von „Kopten ohne Grenzen“: 200 Millionen Christen in Gefahr

Bildnachweis: http://schreibfreiheit.files.wordpress.com/2010/11/gewalt-gegen-christen.jpg

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